Bei der Architektenvorstellung gab es noch sieben Oberlichter
Architekt Bernd Detsch stellte im Rahmen der Gemeinderatssitzung im März den vermeintlich finalen Eingabeplan für den Neubau der Schulturnhalle in Heinersreuth vor. Der Architekt warb für ausreichend Tagesslicht und sah deshalb am Dach der Nordseite sieben Oberlichter vor. Dazu muss man wissen, dass die Sportfläche im Untergeschoss liegt und seitlich keine Fenster hat. Bürgermeisterin Simone Kirschner gefiel diese Planung nicht. Sie wollte weniger Oberlichter. Unterstützung fand sie bei den Gemeinderätinnen Karin Vogel-Knopf und Eva Engelhardt von der CSU-Fraktion.
Gemeinderat entschied sich in der April-Sitzung für mehr Dunkelheit
Überraschenderweise lag den Mitgliedern des Ausschusses Bau- und Umwelt im April eine neue Version des Eingabeplans vor. Nun hatte das Hallendach nur noch zwei Oberlichter anstatt sieben. Es war offensichtlich: der Architekt hatte sich der Frauen-Power gefügt und änderte seine ursprüngliche Planung ab. In der Gemeinderatssitzung mühte sich Joachim Weise (Grüne) vergeblich. Von keiner Seite kam Unterstützung für mehr Tagesslicht. Nach der Sitzung sagte Gemeinderat Stefan Eigl im privaten Gespräch, dass er das Tageslichtproblem so nicht erkannt hatte. Sonst hätte er wohl anders abgestimmt. „Ich möchte nicht verantwortlich sein, wenn die Bürger bei der ersten Besichtigung von einem Bunker sprechen“, sagte Joachim Weise abschließend und stimmte gegen die geänderte Eingabeplanung.



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